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Konzept

Grobkonzept für die Umsetzung eines Jugendhauses in Biberach:

Nach genauer Betrachtung der bisher von Jugendarbeit genutzten Räumlichkeiten, der Entwicklungen in diesen Räumen und im Bereich des verbindlichen ehrenamtlichen Engagements einzelner Jugendlicher in den letzten Jahren kommen die Initiative Pro Jugend und Jugend Aktiv zu dem Schluss, dass es unter Erhaltung der bestehenden Räumlichkeiten einer Ergänzung durch ein zentrales Jugend Aktiv Haus oder Haus der Jugend bedarf.

Warum ein Haus der Jugend?
Die Grundlage bilden zahlreiche Treffen mit der Initiative Pro Jugend und dem Jugendparlament, die letztes Jahr durchgeführte checkattack und die Jugendbefragung in denen Jugendliche Ihre Wünsche benannten. Mit eingeflossen sind dabei auch die neuesten Erkenntnisse aus der Arbeit der beiden Streetworker und des Präsenzdienstes.

1. Nutzung
Die Initiative Pro Jugend und Jugend Aktiv möchten in Biberach ein offen zugängliches, möglichst zentrales Raumangebot verwirklichen, welches vielen Jugendlichen die Möglichkeit bietet, wenn auch zunächst einmal lose, in Kontakt mit den Angeboten von Jugend Aktiv zu kommen. In diesem Haus wäre die Geschäftsführung und Verwaltung, das Kinder- und Jugendbüro und ein Teil der Mobilen Jugendarbeit von Jugend Aktiv untergebracht. Damit wäre klar, wo Jugend Aktiv verortet ist, lange Fahrwege entfielen und ein offener Betrieb könnte besser ermöglicht werden.
Das Haus kann von unterschiedlichen Gruppen auch gleichzeitig genutzt werden, weil es groß genug und pädagogisch betreut ist, was durch die Zusammenlegung von Arbeitsbereichen von Jugend Aktiv möglich wird. Diese Zusammenlegung ermöglicht auch eine unkomplizierte und damit unverbindlichere Nutzung von Jugendräumen und damit auch eine spontanere Nutzung durch verhaltensoriginelle Jugendliche, die eher spontan agieren.

Folgende Nutzungen sind vorstellbar:
• Jugendcafe
• Funky Kids offenes Training und Kurse
• Schulungen (z.B. Zündfunke, Spimo, Gigeles)Anmeldungen, Tagungen
• Zündfunkeaktionen
• Theaterpädagogik-Kurse
• Projektpräsentationen, Veranstaltungen
• Vermietungen (kein Partybetrieb, dafür gibts weiterhin Abdera und Abseitz)
• Schüleraustausch-Treffen
• Offene Büro- und Traningsraumtüre
• evtl. Räume für Jupa, Medienwerkstatt, SJR

Auf einen Partybetrieb wird bewusst verzichtet, da eine klare Trennung zwischen Jugendarbeit und Party sinnvoll ist und das Angebot Abdera und Abseitz bestehen bleiben, bzw. keine Konkurrenz zum Abdera entstehen soll.

FAZIT 1: Ein Haus der Jugend, in dem große Teile von Jugend Aktiv zusammengefasst sind, ermöglicht eine Verbesserung der Angebots- und Arbeitsstruktur für die Jugendsozial- und Jugendarbeit in Biberach.

2. Raum- und Standorterfordernisse
Der Standort sollte möglichst zentral in Nähe der Schulen sein und in die Entwicklung des Biberacher Schulkonzeptes eingebunden werden. Die Standortsuche könnte im Rahmen des AK-Räume oder in Zusammenarbeit von Jugend Aktiv mit der städtischen Bauverwaltung unter Beteiligung Jugendlicher erfolgen.
Folgende Räumlichkeiten wären sinnvoll:

a.) offenes Jugendcafe (Größe ca. 120 qm + Foyer 40 qm)
• Foyer mit Aufenthaltsbereich (Sitzmöglichkeit) und Infotheke
• Jugendcafe mit Theke, Billard, PC`s und Aufenthaltsmöglichkeit
• Küche mit Gastronomieeinrichtung

b.) Multifunktionsraum (Größe: ca. 150 qm) mit verschiebbaren Trennwänden.

c.) Funktionsräume wie Lager, Büros, Besprechungsraum, Toiletten, Werkstatt, Stuhllager, Technik etc.

d.) DJ-Box in der parallel zum Übungsbetrieb gearbeitet werden kann

e.) Chillout und Austobraum mit Boxsack, Tepppichboden und –wänden…

f.) evtl. Räume für JUPA, Medienwerkstatt und SJR

g.) Jugendgerecht gestalteter Außenbereich evtl. mit Kletterwand, Basketballkorb ….

Die Räume müssen so gestaltet sein, dass ich die unterschiedlichen Gruppen treffen können aber nicht müssen, trotzdem eine soziale Kontrolle und pädagogische Begleitung erfolgen kann.
Wichtig wäre auch eine zentrale Zusammenfassung des Regiebereichs von Jugend Aktiv, da dieser in der ganzen Stadt verteilt ist (Lager GM, Garagen beim Abseitz und Abdera)

FAZIT 2: Jugend und Jugendsozialarbeit braucht gemeinsamen Raum, der groß genug und in räumlicher Nähe zu Schulen ist, um dem Bedarf der jungen Menschen und den Anforderungen an pädagogisches Arbeiten gerechter werden zu können.

3. Betrieb
Der Betrieb des Hauses obliegt Jugend Aktiv unter größtmöglicher Beteiligung von Jugendlichen. Dabei sind unterschiedliche Varianten der Gewährleistung des offenen Cafebetriebs denkbar, wobei die Nutzung der Trainingsräume unabhängig vom Cafebetrieb möglich sein muss. Die Öffnungszeiten orientieren sich dabei an den finanziellen und personellen Möglichkeiten. Durch die Zusammenlegung verschiedener Bereiche von Jugend Aktiv kann hier eine bessere Gewährleistung erfolgen. Wobei dazu auch die Stelleninhalte der Jugend Aktiv Mitarbeiter noch mal genau betrachte und Prioritäten vielleicht anders gesetzt werden müssen. Auch eine Zusammenarbeit von ehrenamtlich bzw. freiwillig engagierten jungen Menschen mit Jugendlichen aus dem Bereich der Förderung und Qualifizierung wäre denkbar. Dadurch könnten eventuell (ähnlich wie zu Beginn des Cafe Kumm oder bei Lernen Fördern) Drittmittel in die Finanzierung des Hauses und der betreuenden Stelle einfließen.

FAZIT 3: Die Zusammenlegung verschiedener Bereiche von Jugend Aktiv bietet die Chance unter Beteiligung von Jugendlichen (evtl. auch im Rahmen eines Beschäftigungsprojekts) mehr offene Treffzeiten anzubieten.


4. Finanzierung

Erst nach der konkreten Planung der Inhalte in Verbindung mit dem Standort lässt sich der Kostenrahmen für ein Haus der Jugend genau beziffern. Dabei wird ein maßgeblicher Teil von der Stadt Biberach kommen müssen, ergänzend kann man sich Zuwendungen aus Mittel den Bundes, des Landes und des Landkreises vorstellen, was aber maßgeblich von den konzeptionellen Inhalten (ESF Mittel) und der Art des Gebäudes (KFW, BFMSJ..)abhängt.

FAZIT 4: Die angespanntere Lage des Biberacher Haushalts fordert kreative Lösungen und klare Prioritätensetzung unter Einbindung möglichst vieler Drittmittel.

5. Phasen der Umsetzung

– Vorstellung der Planung im AK Frei- und Aktionsräume (ist schon passiert!)
– Erarbeitung eines Plans unter direkter Beteiligung Jugendlicher und interessierter Bürger mit
Unterstützung eines Architekten (Hochschule, Stadtbauamt oder Elternteil)
– Standortsuche
– Vorstellung und Beschlussfassung im Gemeinderat
– Detailplanung mit Jugendlichen
– Bau